DE
EN
  • Habsburgergasse 4/7
  • 1010 Wien

Mehr Information

ADHS

Adulte Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Unter der Bezeichnung ADHS können 3 Subtypen differenziert werden.

  • vorwiegend unaufmerksam (ADS)
  • vorwiegend hyperaktiv-impulsiv (ADHS)
  • Mischform (ADHS)

Erwachsene wie Kinder und Jugendliche können gleichermaßen betroffen sein.

Auswahl einiger Symptome:

  • hyperaktiv („Zappelphilipp“) oder
    tagträumerisch („Träumeliese“, „Hans Guck-in-die-Luft“)
  • unaufmerksam,
    leicht ablenkbar,
    Konzentrationsschwierigkeiten, nicht aber bei „Lieblingsbeschäftigungen und -themen“ (fokussierbar, Flow)
  • besonders begabt, trotzdem „schlecht in der Schule“,
    Aufgaben werden ständig aufgeschoben oder nicht beendet,
    unorganisiert,
    Legasthenie, Dyskalkulie
  • Schlafprobleme
    z.B. abends „ewig“ nicht müde werden, „tausend“ Gedanken, sobald das Licht aus ist,
    morgens schwer hochkommen & Stunden brauchen, um „in die Gänge“ zu kommen
  • „… und was machen wir jetzt?“ – ständig ruhelos und „auf Achse“,
    alles muss „jetzt gleich“ sein,
    spontanes Handeln (ohne nachzudenken)

Herz & Psyche

Psycho-Kardiologie

Klinische Herzerkrankungen wie Hypertonie (Bluthochdruck), Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Stress-Kardiomyopathie (Tako Tsubo, „Broken Heart Syndrom“) können durch Psychotherapie gestützt werden.

Bei etwa 15 bis 30% der Patienten, die wegen Herzschmerzen kardiologisch untersucht und befundet werden, sind keine klinischen Ursachen feststellbar.
Sie werden als „herzgesund“ entlassen, obwohl sie Herzschmerzen spüren und darunter leiden.

Psychotherapie hilft bei Herzbeschwerden, sowohl dann, wenn eine manifeste kardiovaskuläre Erkrankung vorliegt als auch, wenn diese ausgeschlossen wurde.

Betroffene empfinden Herzsymptome wie Herzerkrankungen als enorme Einschränkung ihrer Lebensqualität.
Ihr Leidenszustand verschlechtert auch den psychischen Zustand durch

  • depressive Verstimmung,
  • Ängste,
  • emotionaler Stress,
  • Beklemmungsgefühle in der Brust- und Halsgegend,
  • chronische Müdigkeit,
  • Erschöpfung

Diese Symptome können sowohl vor der Manifestierung einer kardiologischen Erkrankung, als auch erst nach der Diagnosestellung durch den Facharzt entstehen.


(Nicht bewusste) Verhaltensweisen (vorwiegend Persönlichkeitstyp C und Typ D) können kardiovaskuläre Störungen verursachen:

  • Übermäßig angepasst, Zuvorkommend
  • zögerlich, unschlüssig, passiv
  • sehr einfühlsam, sensibel
  • Tendenz, Gefühle, vor allem Ärger, Zorn und Traurigkeit, zu unterdrücken
  • ablehnend, Pessimismus
  • verschlossen, sozial gehemmt, zurückhaltend
  • Harmoniebedürftig
  • Orientierung an Anderen
  • Tendenz, mehr auf andere Rücksicht zu nehmen, als auf sich selbst
  • Angst vor Zurückweisung


Die psychische Verfassung Betroffener ist durch verschiedene emotionale Merkmale geprägt:

  • Besorgnis
  • sich vieles sehr zu Herzen nehmen
  • Versteckte Angst
  • (ausgeprägte) Selbstzweifel
  • Schuldgefühle
  • gesteigerte Besorgnis in Bezug auf den eigenen Körper
  • geringer Selbstwert
  • geringes Durchsetzungsvermögen
  • Gefühl der Hilflosigkeit
  • Groll
  • Unsicherheit, Ängstlichkeit


Körperliche Symptome infolge von Stress, Gram und Kränkung sind:

  • Herzklopfen
  • Herzrasen
  • „Heißes“ oder „brennendes“ Gefühl in Brust- oder Kopfgegend
  • Brustschmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Schock („zu Tode erschrocken“)
  • Panikattacken
  • Angstzustände
  • Herzschmerzen („herzzerreißend“, „gebrochenes Herz“)
  • Rückenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit

Diese Personen reagieren überaus sensibel auf psychosoziale Konflikte und Kränkungen, die sie in einen (chronischen) Stresszustand drängen.
Oft haben Betroffene Schwierigkeiten oder fühlen sich „unfähig“ ihre Empfindungen zu beschreiben. Emotionale und körperliche Sensationen bestehen nebeneinander; manchmal können diese nur sehr vage wahrgenommen werden.

Viele Betroffene bleiben psychotherapeutisch unterversorgt und unbehandelt, vor allem jene, deren klinische Diagnose negativ ist.

Ziel der Therapie ist Ihre emotionale Selbst-Wahrnehmung zu verbessern sowie Ihr Selbstbewusstsein und Ihre Selbstbestimmtheit zu stärken. So können Sie Ihre Gefühle besser erkennen aber auch neu entdecken und Gefühle in „Worte fassen“, anstatt alles in einem „inneren Pulverfass“ zu sammeln.

Machen Sie auf sich aufmerksam, sagen Sie, was Sie „auf dem Herzen“ haben.

Krebs & Psyche

Psycho-Onkologie

Die Diagnose “Krebs„ trifft Betroffene unerwartet und ist existentiell bedrohlich. Unabhängig von Alter, Art der Krebserkrankung – Hautkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs – und, ob “heilbar oder nicht„, es löst vielfältige Gefühle aus – Angst, Wut, Depression oder Trauer.

Die Diagnose konfrontiert Betroffene plötzlich mit ihrer bisher nicht gedachten eigenen Endlichkeit. Die Angst zu sterben raubt die Kraft, meist noch bevor eine medizinische Therapie begonnen hat.
Es ist nicht leicht, diese Situation zu akzeptieren und nicht zu wissen, ob man den Kampf gewinnt oder wie lange man durchhält. Diese Bedrohung ruft quälenden Gedanken und innerer Zerrissenheit hervor. Trotz Bemühungen von Angehörigen fühlen sich Betroffene dennoch einsam.
Verlieren Sie nicht die Kontrolle, Sie müssen das nicht alleine durchstehen, werfen Sie Chancen der Heilung und Lebensqualität nicht weg.

Psychotherapeutische Gespräche helfen, die Last zu verringern.
Ziel der Begleitung ist es, Lebensqualität und Lebenswillen trotzdem so gut wie möglich zu erhalten und das Beste oder jedenfalls das Zweitbeste aus der Situation machen – das Leben ist noch lebenswert.

Psychotherapeutische Unterstützung im Leben mit Krebs ist besonders wichtig, unabhängig vom Stadium der Erkrankung.

  • Ob Sie auf das Untersuchungsergebnis warten oder vor einer Behandlung stehen,
  • der Krebs bereits fortgeschritten ist,
  • die Krebserkrankung überstanden ist, oder
  • Sie sich vielleicht noch nicht getraut haben (wieder) zum Arzt zu gehen

Erhalten Sie sich Ihre seelische Gesundheit in jedem Fall und bestmöglich.
Begleitend zu jeder onkologischen Behandlung gehört Psychotherapie nach medizinischen Leitlinien der besonderen Psychoonkologie.

Psychosomatische Beschwerden

Dazu zählen psychovegetative Symptome wie:

  • Erröten, Schüchternheit und Gehemmtheit in sozialen Situationen
  • Nervosität und Unruhe
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Appetitmangel oder Heißhunger
  • Magenschmerzen und Sodbrennen
  • Reizdarm und krampfartige Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen und Muskelverspannungen
Termin buchen   Gleich anrufen